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Okt
15

Lohnfertigung: fachkundige Verstärkung

Lohnfertiger arbeiten auf Auftragsbasis und produzieren individuelle Komponenten nach Kundenvorgaben

Lohnfertigung: fachkundige Verstärkung

Lohnfertigung

Make or buy – selbst herstellen oder zukaufen? Diese Frage stellt man sich in produzierenden Betrieben laufend. Manche Teile sind günstiger in Eigenfertigung, weil sie optimal ins Kerngeschäft des Betriebes passen. Andere Komponenten hingegen sind günstiger, wenn sie von einem externen Hersteller bezogen werden. Die Lohnfertigung ist eine Variante der Fremdfertigung, bei der Dienstleister die Herstellung bestimmter Teile auf Auftragsbasis übernehmen. Das könnte zum Beispiel die Anfertigung spezieller Bauteile sein, für die es dem Auftraggeber an Fachwissen oder Spezialwerkzeugen mangelt.

Was ist Lohnfertigung?

Lohnfertigung basiert auf Aufträgen mit limitierten Stückzahlen, die bei Bedarf aufgegeben werden. Der Dienstleister fertigt erst, wenn er vom Kunden einen Auftrag erhält – es wird also nicht wie bei einem herkömmlichen Lieferanten auf Lager produziert. Der Kunde möchte in erster Linie eine anspruchsvolle Tätigkeit auslagern, die er derzeit nicht selbst durchführen kann. Das kann verschiedene Gründe haben. Manche Teile erfordern Wissen oder Ausrüstung, die im Betrieb nicht oder noch nicht existieren. Oder es geht darum, Ausfälle durch defekte Maschinen oder erkrankte Mitarbeiter kurzfristig auszugleichen. Grundgedanke ist also nicht, bestimmte Schritte der Produktion dauerhaft an einen Drittanbieter oder Lieferanten abzugeben, um nachhaltig Kosten zu senken. Lohnfertigung ist vielmehr eine Lösung, mit der die eigene Produktion bei Bedarf ergänzt werden kann.

Wer bietet Lohnfertigung?

In Deutschland finden sich zahlreiche hoch spezialisierte Dienstleister in vielen verschiedenen Branchen. Vor allem dort, wo gut ausgebildete Facharbeiter und teure Werkzeuge nötig sind, wird der Service als Alternative zur Eigenfertigung angeboten. Sie sind meist auf ausgewählte Produktionsverfahren oder bestimmte Materialien spezialisiert. Typische Aufgaben können zum Beispiel das Anfertigen individueller CNC-Frästeile oder die Oberflächenveredelung einzelner Komponenten sein.

Ein reiner Fertigungsbetrieb entwickelt keine eigenen Produkte, sondern arbeitet nahezu ausschließlich nach den Aufträgen seiner Kunden. Die Dienstleister konzentrieren sich auf die Fertigung kundenspezifischer Teile in tendenziell eher geringen Stückzahlen. Hierfür halten die spezialisierten Fertigungsbetriebe leistungsstarke Maschinen und erfahrenes Personal bereit. Dadurch können Lohnfertiger jederzeit eine hohe und gleichbleibende Qualität für ihre maßgefertigten Teile garantieren. Gleichzeitig können sie auch kurzfristig sehr zuverlässig auf die Vorgaben ihrer Kunden eingehen.

Wer nutzt Lohnfertigung?

Auftraggeber sind hauptsächlich Betriebe, die ein Endprodukt fertigen, sprich keine reinen Zulieferer oder Fertigungsbetriebe. Der Auftraggeber übernimmt die Gestaltung und Vermarktung der Waren und lagert bei Bedarf einzelne Verarbeitungsschritte an einen Lohnfertiger aus. Auftragsfertigung wird häufig verwendet, wenn kundenspezifische Teile statt massenproduzierter Ware benötigt werden. Oft handelt es sich um Komponenten, die nur in geringen Stückzahlen benötigt werden – bis hin zu Einzelstücken für Prototypen oder Sonderanfertigungen.

Warum nutzt man Lohnfertigung?

Gerade dann, wenn das nötige Fertigungsverfahren im eigenen Betrieb nicht umsetzbar ist, kann die Arbeit sehr gut zu einem spezialisierten Lohnfertiger ausgelagert werden. Beim Dienstleister sind bereits alle Ressourcen vorhanden, die für die Fertigung notwendig sind. Eingespielte Prozesse und hoch qualifizierte Facharbeiter führen dazu, dass auch komplexe Konstrukte preiswert und in hoher Qualität relativ kurzfristig geliefert werden können. Wenn hingegen ein regelmäßiger und hoher Bedarf an Teilen besteht, lohnt sich langfristig betrachtet sehr wahrscheinlich die Investition in eigene Werkzeuge, Maschinen und Facharbeiter.

Ein weiterer Anwendungsfall ist das Ausgleichen von Engpässen in der hauseigenen Serienfertigung. Obwohl Know-how und Technik im eigenen Betrieb vorliegen, reichen die Kapazitäten der Produktion vielleicht hin und wieder nicht. Ein direkter, aber kostspieliger Lösungsansatz wäre, die Kapazitäten dauerhaft auszubauen. Die fehlenden Stückzahlen können aber auch an einen Lohnfertiger ausgelagert werden. Gerade, um gelegentliche Engpässe zu überwinden, ist dies oft die günstigere Lösung.

Die Vor- und Nachteile im Überblick

Für den Auftraggeber bietet Lohnfertigung in vielen Situationen eine gute Alternative zur Eigenfertigung. Mithilfe eines Lohnfertigers können Unternehmen unter anderem:

– betriebsferne Produktionsverfahren nutzen: Dienstleister fertigen Teile, die man selbst nicht produzieren kann, während man sich auf sein Kerngeschäft konzentriert.

– Ausfälle und schwankende Nachfrage ausgleichen: Bei Bedarf können Teile der Produktion spontan ausgelagert werden; man bleibt auch bei ausgelasteten Kapazitäten flexibel und lieferfähig.

– Expertenwissen nutzen: Lohnfertiger haben tiefes Fachwissen in ihrer Branche und bieten nicht nur hohe Qualität, sondern fachliche Unterstützung.

– preiswert produzieren lassen: Lohnfertiger sind auf ihrem Fachgebiet routiniert und arbeiten daher besonders effizient.

– Kosten sparen: Bei geringen Losgrößen oder unregelmäßigem Bedarf ist Lohnfertigung eine sparsame Alternative zur Eigenleistung.

Einige wenige Nachteile hat die Lohnfertigung dennoch, so zum Beispiel:

– mögliche Verzögerungen in der Fertigstellung eigener Produkte durch Wartezeiten beim Dienstleister

– Qualität und Produktionsverfahren liegen zumindest teilweise in der Hand eines externen Dienstleisters

– weniger Fachwissen im eigenen Betrieb

Die Dienstleister selbst profitieren davon, dass das Absatzrisiko für sie sehr gering ist. Ein Lohnfertiger produziert normalerweise nur dann, wenn ein Kunde einen Auftrag einreicht. Es ist also fast schon garantiert, dass die gefertigten Stückzahlen kaum Lagerkosten verursachen und zeitnah Einnahmen generieren. Allerdings ist ein reiner Lohnfertiger davon abhängig, dass regelmäßig ausreichend Aufträge eintreffen.

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Kontakt
Kaiser Metallwaren GmbH & Co.KG
Lars Bischoff
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